Das Projekt DIFAF wird nicht mehr weiter entwickelt!

Die Ziele werden allerdings in dem Projekt DICOM Router weiter verfolgt.

 

Es sollte ein System implementiert werden, das das Transportmedium Film durch das Internet ersetzt. Für die Bildinteressenten sollten nur minimale Investitionskosten entstehen. Kommerzielle Web-Server, die DICOM-Bilder in HTML-Seiten umwandeln, sind für den Einsatz im Intranet ausgelegt und wären vom Internet aus angreifbar. Der Datenschutz ist so nicht gewährleistet.

Unser Konzept geht davon aus, dass sich die PACS-Komponenten des Bilderzeugers in einem Intranet befinden, das über eine Firewall Verbindung zum Internet aufnehmen kann. Um einen möglichst einfachen Zugriff der Bildinteressenten zu ermöglichen, muss sich der Web-Server außerhalb der Firewall im Internet befinden. Alle dort vorhandenen Daten müssen vollständig anonymisiert sein. Zwischen die PACS-Komponenten und dem WS wird im Intranet ein Kommunikationsserver geschaltet, der die DICOM-Bilder anonymisiert und aktiv durch die Firewall auf den Web-Server überträgt. Zur Verbindung des Kommunikationsserver  mit den anderen PACS-Komponenten wurde eine freie C++ Software verwandt, die die DICOM Storage Service Klasse als SCU und SCP implementiert. Die Anonymisierung geschieht auf Einzelbildebene durch eine eigene, in Java implementierte, Software. Das gesamte System ist unter der GNU-Lizenz frei verfügbar und unter Windows oder Linux lauffähig.

Das System wurdeüber 6 Monaten zur konsiliarischen Mitbehandlung eingesetzt. Die Akzeptanz und Beurteilung war einhellig positiv.

Das vorgestellten System erfüllt die Zielsetzung. Die Bilder sind zeitgleich an vielen Orten in identischer Darstellung verfügbar.

 

Literatur

Hackländer T, Schmidt A, Stöckel A: Web-basierte Teleradiologie über das Internet: Entwicklung eines Systems unter besonderer Berücksichtigung des Datenschutzes. 81. Deutscher Röntgenkongress, Wiesbaden. RoFo Fortschr Geb Röntgenstr Neuen Bildgeb Verfahr 172 (2000) S130.